Interview mit Hr. Richard Jank, GF B2B Network

B2B Network

Welt der Logistik: Sind Sie mit der Entwicklung des B2B-Networks zufrieden?
Richard Jank: Wir haben ein Wachstum und wollen das Netzwerk möglichst vielen Menschen näher bringen. Es lebt davon, dass laufend neue Charaktere und auch neue Branchen dazukommen. Online ist schön und gut, aber die reale Kommunikation ist unersetzbar. Die Teilnehmer profitieren sehr stark voneinander. Besonders wenn es viele Experten auf einem Gebiet gibt, ist es wichtig Netzwerkpartner zu haben. Unser B2B-Network ist mehr als nur ein Visitenkarten-Austausch, es geht vor allem um das persönliche Kennenlernen. Man muss auch Zeit und Persönlichkeit investieren. 

Was macht Sie so erfolgreich?
Es sind die Menschen, die es funktionierend machen. Wir bieten den Platz und Raum, damit sich Menschen mit ähnlichen Interessen kennenlernen. 

Wer ist dabei Ihre Zielgruppe?
Wir sprechen Unternehmer an, die Kontakte suchen. Ursprünglich war sogar ein reines Unternehmer-Netzwerk geplant. Es gibt aber auch Menschen die ein Unternehmen gründen wollen bzw. Geschäftsführer oder Mitarbeiter aus der 2. Management-Ebene von KMU‘s, die Interesse an unserem Netzwerk haben, welche auch zu unseren Abendveranstaltungen kommen. 

Wie sieht so ein Abend beim B2B-Network aus?
Wir bieten einen Wissensinput an, der einen Mehrwert hat. Bei uns hält ein Experte einen 90-minütigen Vortrag, welcher immer auch selbst Unternehmer ist. Dieser liefert einen interessanten Input. Der inoffizielle Teil ist dann bei Brötchen und Getränken, wo auch eine emotionale Basis entsteht. Danach kommen die Besucher beim Reden zusammen. Hier gibt es natürlich keine Garantien. Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Wir liefern aber die nötigen Rahmenbedingungen. 

Wie viele Besucher kommen zu den Abenden?
Wir haben meist zwischen 60 und 150 Besucher. Wir haben viele Stammgäste, aber auch eine Fluktuation. Manche kommen auch nach Jahren wieder. Der Mehrwert macht es aus.

Wie oft finden diese Abendveranstaltungen statt?
Meist zwei bis drei Mal im Monat zu unterschiedlichen Terminen statt. 

Sie haben mit dem Wirtschaftsbund einen starken Partner, ist die Zugehörigkeit Voraussetzung?
Bei uns sind alle willkommen. Ich sehe die parteipolitische Zugehörigkeit nicht als Barriere. Es ist ja vielleicht sogar interessant sich mit Menschen unterschiedlicher politischer Einstellung zu unterhalten. Das kann durchaus spannend sein. Wir sind offen für alle und sprechen auch alle an. 

Was bringt das Netzwerken eigentlich genau?
Neue Perspektiven, neue Menschen. Das bringt einen großen Mehrwert. Kommunikative Menschen haben natürlich einen Vorteil, aber sie bringen auch wichtige Dynamik rein, so dass im Laufe des Abends auch ruhigere Teilnehmer aktiv werden. 

Was heißt das für die Logistik-Branche?
Vor allem Logistiker brauchen ein Netzwerk. Das Netzwerk ist in jedem Fall eine Bereicherung. Da kann ich meine Person, mein Unternehmen präsentieren. Da zeigt sich dann auch: Ist das alles echt?

Wann sind gute Netzwerker erfolgreich?
Gute Netzwerker sind dann erfolgreich, wenn sie nicht nur ihr eigenes Gut in den Vordergrund stellen, sondern auch Mehrwert für andere schaffen. Netzwerken ist ein mittel- und langfristiger Prozess um eine Vertrauensbasis aufzubauen und möglichst viele Empfehlungen zu generieren. Das Idealziel ist ein 1:1-Austausch. 

Sie bieten auch ein Business-Fast-Dating an, wobei handelt es sich da?
Business-Fast-Dating ist so etwas wie Speed-Dating für Unternehmen. Das war so organisiert, dass pro Branche nur eine Person anwesend war. Dabei konnten sich die Teilnehmer in kurzer Zeit sehr selektiv kennenlernen. Das ist auch sehr gut angekommen. 

In welche Richtung geht da die Entwicklung beim B2B-Network?
Wir versuchen unser Netzwerk zu verbreitern und wollen verstärkt Start-ups reinholen, vor allem innovative Start-ups, die manchmal noch ein Schattendasein haben. Es gibt viele Start-ups im IT-Bereich, das muss sich aber auch entwickeln. Man kann sich vom Silicon Valley ein Scheibchen abschneiden. Da gibt es viele Investoren, die ihr Geld in Ideen anlegen. Es braucht aber auch hier Pioniere. Da braucht es auch eine starke PR nach außen. Es herrscht aber eine große Aufbruchstimmung.