Nachhaltigkeit, Transport
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29.11.2022

Hamburg Airport: Neuseeland informiert sich über CO2-neutralen Flughafenbetrieb

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18.500 Kilometer entfernt – und doch verbunden im Klimaschutz. Der neuseeländische Botschafter informierte sich am Flughafen Hamburg über den klimaneutralen Flughafenbetrieb. 

Die Klimapartnerschaft der Flughäfen Christchurch und Hamburg verbindet Neuseeland und Norddeutschland: Gestern holten sich der neuseeländische Botschafter Craig Hawke und Trade Commissioner Simon Hearsey vor Ort einen neuen Input über die Maßnahmen zur Dekarbonisierung am Hamburg Airport. Die Partner-Flughäfen wirtschaften schon jetzt CO2-neutral und arbeiten an einer Infrastruktur für den Einsatz von grünem Wasserstoff in der Luftfahrt. Das gemeinsame Ziel Net Zero: Fossile CO2-Emissionen sollen auf Null reduziert werden.

Klimapartnerschaft als Vorzeigebeispiel 

Craig Hawke, Botschafter Neuseelands in Deutschland: „Wir begrüßen die Partnerschaft zwischen Hamburg Airport und Christchurch Airport als ein hervorragendes Beispiel für den dynamischen Geist und den Ehrgeiz, der die neuseeländisch-deutschen Beziehungen antreibt. Dank solcher innovativen Pioniere kommen beide Länder dem Erreichen unserer gemeinsamen Klimaziele näher – durch die Dekarbonisierung unserer Verkehrssektoren.“ Michale Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung am Hamburg Airport: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem Flughafen Christchurch einen erfahrenen Partner haben, um unsere gemeinsamen ehrgeizigen Klimaziele voranzutreiben. Der Besuch von Botschafter Craig Hawke unterstreicht einmal mehr, dass wir eine Vorreiterrolle bei der Dekarbonisierung einnehmen, die über Hamburg hinaus Beachtung findet. Mit Neuseeland bündeln wir unser Know-how beispielhaft auf internationaler Ebene, um auf einen CO2-freien Flughafenbetrieb und eine Zukunft mit nachhaltig betriebenen Flugzeugen hinzuarbeiten. Dabei geht es sowohl um H2-betriebene Fahrzeuge am Boden als auch um Infrastruktur für wasserstoffbasierte Flugzeug-Antriebe. Auch die Zukunft der Energie und Wärmeversorgung mit selbst erzeugtem grünem Strom ist ein wichtiges Kooperationsfeld.“

Kooperation als Hilfe zur weiteren CO2-Einsparung

Mit der Kooperation beider Flughäfen sollen unter anderem technische und betriebliche Lösungen identifiziert werden, mit denen CO2-Emissionen weiter eingespart werden können. Beide Partner wollen zudem den zukünftigen Einsatz von grünem Wasserstoff als emissionsfreien Energieträger in der Luftfahrt aktiv vorbereiten, fördern und Synergieeffekte nutzen. Beim Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur stehen die Flughäfen unter anderem vor der Herausforderung, geeignete technische Speichermöglichkeiten zu entwickeln – zum Beispiel für tiefkalt verflüssigten Wasserstoff, dessen Einsatz in der Luftfahrt bis 2035 möglich erscheint. Neben dem Fokus auf Fahrzeugflotten und zukünftigen Flugzeugantrieben steht auch die emissionsfreie Energie und Wärmeversorgung im Zentrum des gemeinsamen Austausches. Die unterschiedlichen Ansätze bei der Produktion und Nutzung von Windenergie und Photovoltaik für eine CO2-freie Energieversorgung der gesamten Flughafeninfrastruktur sind wichtige Themen, um genauso schnell wie effizient das gemeinsame Ziel Net Zero zu erreichen.